Zwischen Arbeit und Ruhestand - ZWAR Zentralstelle NRW
Seit dem 1. Januar ist das Kompetenzzentrum für Integration in Unna-Massen ein Teil der Bezirksregierung Arnsberg. Die Aufgaben der Einrichtung sind vielfältig. So kümmert sich beispielsweise die Zentralstelle „Zwischen Arbeit und Ruhestand“, kurz „ZWAR“, um ältere Menschen, die sich auch jenseits des Ruhestands in der Gesellschaft engagieren wollen. Seit diesem Jahr wird die Förderung und Begleitung dieses Seniorenprojektes vom Kompetenzzentrum für Integration übernommen.
„Die ZWAR-Zentralstelle berät Kommunen, Verbände, Träger und Institutionen in der Arbeit mit Menschen ab 50 Jahren, sie qualifiziert haupt- und ehrenamtliche Akteure in diesem Feld und sie trägt zur Vernetzung der Akteure auf kommunaler, regionaler und landesweiter Ebene bei. Auf diese Weise leistet „ZWAR“ einen umfassenden Beitrag zur Gestaltung des demographischen Wandels“, erklärt Ralf Ciekanowski vom Kompetenzzentrum für Integration.
Bereits 1979 wurde das „ZWAR-Projekt“ als Reaktion auf gesellschaftliche Veränderungen an der Universität Dortmund gegründet. „Als Ende der 1970er Jahre aufgrund von Massenentlassungen die Kompetenz vieler älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an die Seite geschoben wurde, schlug die Geburtsstunde des ZWAR-Projektes. Seitdem hat die Zentralstelle in Dortmund zusammen mit den inzwischen mehr als 120 ‚ZWAR-Netzwerken’ in mehr als 40 Kommunen den „jungen Alten“ Perspektiven aufgezeigt“, so Ciekanowski.
Joachim Finsterbusch vom Kompetenzzentrum macht in diesem Zusammenhang auf die wichtigen Funktionen aufmerksam, die „ZWAR-Projekte“ auch bei der Integration von zugewanderten Menschen ausüben: „Zu den Aufgaben gehört auch die Arbeit mit benachteiligten Gruppen, wie beispielsweise mit älteren Migrantinnen und Migranten, die nur schwer Kontakt zur einheimischen Bevölkerung bekommen.
Das ist sowohl für die soziale Einbindung als auch für die Einübung und Entwicklung der deutschen Sprachkompetenz sehr wichtig. „Solche Projekte tragen dazu bei, dass die Menschen selbstbewusster werden, die deutsche Sprache anwenden und besser beherrschen. Sie erhalten die Chance, sich in ihrer neuen Heimat einzubringen und haben die Möglichkeit, einen neuen, sinnstiftenden Bereich auch außerhalb der Arbeitswelt für sich zu erschließen“, so Finsterbusch.
Homepage der ZWAR Zentralstelle NRW
Jari Wieschmann 05.03.2008
