"Bewegen im Wasser- schwimmen vermitteln"

Erste Ausbildung dieser Art wurde bereits Anfang November des vergangenen Jahres in der Sportschule Hennef abgeschlossen.
„Wir müssen direkt auf ausländische Familien zugehen, weil dort leider häufig eine Distanz zum Sport im Allgemeinen und zum Schwimmen im Besonderen besteht. Das wollen wir ändern“, sagte Innen- und Sportminister Ingo Wolf bei der Übergabe der Teilnahmebescheinigungen in Hennef. Hans-Peter Schmitz, Integrationsbeauftragter des LandesSportBundes und der Sportjugend Nordrhein-Westfalen, lobte das große Engagement der Teilnehmerinnen und betonte die Wichtigkeit des Modellprojektes: „Die neu qualifizierten Schwimmhelferinnen sind sehr motiviert. Als Multiplikatorinnen tragen sie mit ihrem Engagement zur Integrationsarbeit vor Ort bei.“
Tatsächlich könne nach einer Studie der Universität Bielefeld jeder vierte muslimische Grundschüler nicht schwimmen. Bei den Deutschen sei es nur jeder sechste.
So wollen die Teilnehmerinnen künftig ihre erworbenen Befähigungen dazu nutzen, Kindern in deren unmittelbaren sozialen und kulturellen Umfeld das Schwimmen näher zu bringen. „Das funktioniert am Besten über Mundpropaganda“, so Dirk Zamiaria von der DLRG.
200 Mädchen und Frauen auf der Warteliste
Dass viele muslimische Mädchen und Frauen auf ein solches Angebot gewartet haben, lässt sich beispielsweise in Bonn beobachten. Für die Schwimmkurse der Schwimm- und Sportfreunde Bonn, einem der Stützpunktvereine in Nordrhein-Westfalen, stehen jetzt schon 200 Interessierte auf der Warteliste. „Das ist für alle ein Kick fürs Selbstbewusstsein“ kommentiert eine Übungsleiterin des Vereins.
Den Handlungsleitfaden können Sie hier herunterladen.
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