Film - Tipp: "Sprich mit!"
Prominente Schauspieler bringen Kindern mit Migrationshintergrund die deutsche Sprache bei.
(Pressemitteilung "Sprich mit!")
Allein in Berlin gibt es rund 97.000 Kinder und Jugendliche nicht deutscher Herkunft. Sie sprechen zuhause eine andere Sprache als die Deutsche und setzen sich in vielen Fällen erst im Kindergarten und der Grundschule aktiv mit Deutsch auseinander.
Um diesen Kindern den Einstieg in die deutsche Sprache zu erleichtern, entwickelten junge Filmemacher das Projekt "Sprich mit!". Der Film soll Kindern mit Migrationshintergrund die Grundzüge der deutschen Sprache vermitteln, denn diese – so sehen es die Macher- ist der Schlüssel zu einer gelungenen Integration.
Trotz der pädagogischen Lerninhalte setzt sich "Sprich mit!" aufgrund seiner szenischen Aufmachung deutlich von klassischen Schulmedien und Lehrfilmen ab. Ein ambitionierter Ansatz, der schließlich auch die zahlreichen prominenten Schauspieler für das Projekt begeisterte. Mit dabei sind Hannah Herzsprung, Elyas M´Barek, Clemens Schick, Trystan Pütter, Stefan Konarske und viele mehr. Die Hauptrolle aber spielt der 11jährige Kaan Aydogdu, der mit seinem Film "Almanya" erst kürzlich auf der Berlinale zu sehen war.
Die Geschichte spielt in Berlin. Der elfjährige Elias und sein Vater machen einen Sonntagsspaziergang durch die Hauptstadt. Einen Moment ist der kleine Elias unachtsam und lässt die schützende Hand des Vaters los. Als er sich wieder umblickt, ist es schon zu spät. Von Elias Vater fehlt jede Spur. Für den kleinen Jungen beginnt eine abenteuerliche Reise durch die Großstadt. Doch Elias hat ein Problem: Niemand scheint ihn zu verstehen, Elias spricht kein Deutsch! Zum Glück trifft der Junge auf zahlreiche hilfsbereite Menschen, die ihm nicht nur nach Hause helfen möchten, sondern nach und nach auch die Grundzüge der deutschen Sprache beibringen.
Nach Fertigstellung soll der Film vornehmlich in KiTas, Vor- und Grundschulen sowie von Elternvereinen eingesetzt werden. Durch seine szenische Aufmachung kann der Film über die reine Sprachenlehre hinaus auch als Gesprächsgrundlage zum Thema Integration in der Klassengemeinschaft genutzt werden. (Wie muss sich ein Junge fühlen, der unsere Sprache nicht sprechen kann?)
Das Konzept zum Film wurde in enger Zusammenarbeit mit erfahrenen Pädagogen und Schulleitern aus Berlin-Neukölln entwickelt und von der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung in Berlin unterstützt.
Eigens für den Film produzierte Schauspieler und Rapper Sergej Lubic einen Alphabet-Rapsong.
Als Projektpatin konnte zudem auch die Ehegattin des türkischen Botschafters in Deutschland, Yildiz Grönlund-Acet gewonnen werden, welche die Einbindung des Projekts auch im Rahmen der Feierlichkeiten zur 50jährigen Zuwanderung der Türken nach Deutschland in Betracht zieht.
Christpher Zwickler & Julia Lischinski
(Produzenten)
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