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KOMM-IN stellt vor: Stadt Dormagen

Wappen der Stadt Dormagen„Integration heißt Kommunikation“ : Das KOMM-IN Projekt ´Zusammenleben in Dormagen (ZiD)`


Ein ziemlich verwirrendes Nebeneinander von Integrationskursträgern, zuständigen Stellen, Organisationen und Vereinen, die „weitgehend ohne erkennbaren Zusammenhang separat existierten“. So stellte sich den Projektmachern die Integrationslandschaft in Dormagen in großen Teilen zu Beginn des Jahres 2005 dar. Um die Vergeudung von Arbeitskraft und Engagement zu beenden, musste ein gründliches Umdenken bei allen Akteuren in Gang gesetzt werden und dies wurde in einem KOMM-In Projekt realisiert. Es ging darum, eine umfassende „transparente, vernetzte, koordinierte und strategische Neuorganisation der Integrationsarbeit“ zu bewerkstelligen, die „nachhaltig effektiv und effizient wirkt“, und das immer mit Beteiligung des Integrationsrates.

 

Höchste Zeit für eine „Integrationsoffensive“ in Dormagen

Um eine Kurzschließung der bisher für sich agierenden Integrationsträger und Interessensgruppen zu ermöglichen, wurde eine Städtische Leit- und Koordinierungsstelle „ZiD“ im Fachbereich für Schulen, Kinder, Familien und Senioren eingerichtet , deren Leiter des Bereichs „Soziales Wohnen“ wurde Integrationsbeauftragter.

Nach gut eineinhalb Jahren Projekttätigkeit konnten die Verantwortlichen bereits auf vielfältige Erfolge verweisen:

 

Die Integrationskurse: Hand in Hand statt gegeneinander

Städt. Zuwandererempfang in Dormagen (in der Mitte des Fotos von links:Integrationsbeauftragter Wiljo Katers, Integrationsratsvorsitzender Mehmet Güneysu, Fachbereichsleiter für Schule, Kinder, Familien und Senioren Gerd Trzeszkowski).Nach einer gründlichen Bestandsaufnahme zu allen Integrationsangeboten der Kommune konnten ganz besonders die Integrationskurse über ein kommunizierendes Netzwerk neu aufgestellt werden: Die unsinnige Doppelung von Angeboten infolge Unkenntnis über die Situation in benachbarten Stadtteilen wurde ebenso abgeschafft wie das konkurrierende „Rennen“ bei der Akquisition der Teilnehmenden. Jetzt ist das Verhältnis zwischen den Trägern von kundenorientierten Absprachen geprägt, die das „ZiD“-Netzwerk steuert. Zeitnahe und passgenaue Vermittlung der Berechtigten in die entsprechenden Kurse belegen den Erfolg der Anstrengungen.

 

„Rat der Religionen“

Schon die Gründung eines „Rates der Religionen“ nach halbjähriger Vorarbeit wird als großer Erfolg verbucht. Fast alle angesprochenen Vertreter der Dormagener Religionsgemeinschaften haben sich zur regelmäßigen Zusammenarbeit bereit erklärt. Vorrangige Zielsetzungen des Rates nach einer Phase des Kennenlernens waren die gemeinsame Vorbereitung von „religiösen Tagen“ im Rahmen der Dormagener „Interkulturellen Wochen“ und die Erarbeitung einer Programmatik, unterstützt von einer Religionswissenschaftlerin. Als 1. Vorsitzende agiert eine Religionswissenschaftlerin, was der Arbeit des Rates enorm förderlich ist.

 

Kommunikation bleibt Trumpf : „ZiD“ wirkt nachhaltig

Weitere fest installierte Instrumente der Informationsvermittlung und des Austausches sind regelmäßig stattfindende Integrationskonferenzen unter Teilnahme

• der Migrationsfachdienste,
• der Migrantenselbstorganisationen,
• der Träger,
• des Integrationsrates,
• des Arbeitsamtes,
• des BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge),
• der Verwaltung und
• einer „Steuerungsgruppe“,

die mit Sprechern des Integrationsrates, des Rates der Religionen und dem Integrationsbeauftragten besetzt ist und zwischen „ZiD“-Netzwerk, Integrationsrat und Integrationskonferenz vermittelt. Als Erfolg ist sicher darauf hinzuweisen, dass inzwischen ein eigenständiges Integrationsbüro im bisherigen Fachbereich eingerichtet wurde.

 

Im Übrigen existieren:

• ein Beratungsführer,
• eine Website (www.zid-projekt.de),
• ein mehrsprachiger „Multikultureller Ratgeber“ und ein
• „Gesundheitsführer für Migranten“.


Die Projektleiter betonen, dass die geschaffenen Strukturen, Institutionen und Gremien für Dormagen eine ausgesprochene Innovation darstellen. Dabei ist ein „Lawineneffekt“ festzustellen: Durch die über das Projekt angeregte Vervielfältigung von Arbeitskreisen, aber auch informellen Zirkeln ist ein stets wachsender Kommunikationsprozess in Schwung gekommen, der immer weitere Kreise zieht.

 

Kontakt

Wiljo Katers
Integrationsbeauftragter und Projektleiter
F5.7 Integrationsbüro
Kölner Str, 93
41539 Dormagen
Tel.: 021331257 424
E-Mail: wiIhelm-josef.katers@stadt-dormagen.de
www.zid-projekt.de