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KOMM-IN stellt vor: Stadt Paderborn

paderborn_wappen_110„Nicht nur eine gastronomische Bereicherung…“ – Das Projekt „Förderung von Unternehmerinnen und Unternehmern mit Zuwanderungsgeschichte in der Stadt und im Kreis Paderborn“



Eine „Lücke“ schließen!

Das Integrationsbüro der Stadt Paderborn konnte bereits auf eine mehrjährige erfolgreiche Arbeit im Rahmen der Landesförderung KOMM IN, in Handlungsfeldern wie Sprachförderung, Kultur und Medien, Ehrenamt und Zuwanderung, Wohnen und schulische und berufliche Bildung, zurückblicken, als bei der „kritischen Betrachtung“ des bisher Erreichten etwas auffiel:
Trotz drängender aktueller Problemstellungen wie dem massiven Arbeitsplatzabbau für Geringqualifizierte, demographischem Wandel und fortschreitender Globalisierung gab es für die Stadt und den Kreis Paderborn bislang keine angemessenen Erhebungen, geschweige Konzeptionen zu unternehmerischen Aktivitäten von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Grund genug für die Stadt Paderborn, in einem umfangreichen Projekt, an dem auch der Kreis Paderborn beteiligt werden sollte, diese Lücke zu schließen.



paderborn_4Die Basis aller Projektarbeit: Transparenz und Struktur schaffen!

Übergeordnete Zielsetzungen waren, die Potentiale von zugewanderten Unternehmerinnen und Unternehmern im Raum Paderborn aufzuzeigen und dem sich herauskristallisierenden Bedarf entsprechende Netzwerke der Beratung und Hilfe sowohl für bereits etablierte als auch zukünftige Gewerbetreibende zu schaffen.
Zunächst aber ging es, in guter Tradition kommunaler Integrationsarbeit, darum, die Zielgruppe kennenzulernen und mit der Vernetzung der wichtigen Akteure grundbildende Strukturen zu errichten.
Anhand einer Strukturdatenanalyse, realisiert unter Mithilfe der Gewerbeämter, stellte sich zum Beispiel heraus, dass in der Stadt Paderborn allein 2000 Unternehmen mit Zuwanderungsgeschichte existieren, auf Kreisebene über 3000! Größenordnungen, die, wie Marcus Heidebrecht vom projektleitenden Paderborner Integrationsbüro feststellt, so nicht erwartbar waren. Erstmalig konnte auch ein Überblick über die Vielfältigkeit der Unternehmerschaft gewonnen werden, die sich, so Heidebrecht, keinesfalls in der schon seit Jahren bekannten und beliebten italienischen, griechischen, türkischen, chinesischen, spanischen oder osteuropäischen Gastronomie erschöpft.



paderborn_3Bedarf an fachlicher Hilfe!

Eine Interviewstudie befragte 50 Unternehmerinnen und Unternehmer mit Zuwanderungshintergrund zu ihren Erfahrungen und Bedarfen. Unter anderem zeigte sich, dass sich überdurchschnittlich viele Existenzgründer mangels sonstiger Hilfen auf den nicht immer fachgerechten Rat von Freunden und Verwandten verließen.
Entscheidend für die Bereitstellung solcher fachlichen Hilfe war die Vernetzung in einem Projektbeirat, dem neben erfolgreichen zugewanderten Unternehmerinnen und Unternehmern Institutionen wie Wirtschaftsförderung, IHK, Handwerkskammer, Wirtschaftsverbände, die Universität Paderborn, die Agentur für Arbeit und die Werbegemeinschaft Paderborn angehören. Über die Durchführung zahlreicher Veranstaltungen und Workshops, u.a. auch solchen zur Existenzgründung, wurde eine kreisweite Kommunikations- und Hilfestruktur entwickelt.



paderborn_2Hilfe weitergeben! – Lotsen stehen Rede und Antwort

Während der Projektarbeit wurde deutlich, dass eine Kontaktfindung zwischen Beratungssystem und Existenzgründern durch den Einsatz von Lotsen, Unternehmern mit eigenen Zuwanderungserfahrungen, erleichtert werden könnte. Zu den ersten Ehrenamtlichen, die ihre Erfahrung zur Verfügung stellten, gehören eine 35jährige Reisekauffrau, die aus Russland zuwanderte, sowie ein Versicherungskaufmann türkischer Herkunft. Beide haben selbst während des Projekts u.a. in Workshops Unterstützung und Hilfe erfahren und wollen sich revanchieren. Koordiniert wird der Lotseneinsatz vom Paderborner Integrationsbüro, von IHK, Handwerkskammer und der Wirtschaftsförderung Paderborn.



paderborn_1Gelungener Anschub

Gegen Ende des einjährig geförderten Projektes zum 31.03.2009 konnten die Verantwortlichen feststellen, dass die gewünschte Netzwerkbildung unter den lokalen Unternehmern mit Zuwanderungsgeschichte immer mehr in Schwung kommt.
„Es sieht ganz so aus, als wenn das Projekt nur der nötige Anschub war“, stellt ein führender Mitarbeiter fest.
Flankierend wurde von der Universität Paderborn ein Porträtfilm über 6 zugewanderte Unternehmer/innen erstellt, der für den Einsatz auf einschlägigen Veranstaltungen und zu Lehrzwecken zur Verfügung gestellt werden kann.
Eine Broschüre mit Adressen und Ansprechpartnern für Existenzgründer liegt in Ämtern und Behörden aus.
Das gesamte Projekt ist im Heft Nr. 18 der Paderborner KOMM-IN Reihe dokumentiert.




Ansprechpartnerpaderborn_6

Stadt Paderborn
Integrationsbüro
Marcus Heidebrecht
Tel.: 05251/88-1359
Email: integrationsbuero@paderborn.de

Weitere Informationen zur Integrationsarbeit in Paderborn und Downloads:
www.paderborn.de

 


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