KOMM-IN stellt vor: Stadt Solingen
Der Erfolg ruht auf drei Säulen: das Projekt zur „Strategischen Steuerung und Qualifizierung des Integrationsnetzwerks in Solingen“
Die Entwicklung besonderer Instrumentarien zur Bewältigung integrationspolitischer Herausforderungen hat in Solingen durchaus Tradition: Aufbauend auf Erfahrungen mit dem als Pilotprojekt des Landes angelegten „Ausschuss für Zuwanderer- und Integrationsangelegenheiten“ wurde im Jahr 2004 der „Zuwanderer- und Integrationsrat“ gegründet. Bereits seit 2001 existiert ein Interkulturelles Handlungskonzept, das seitdem von einer Umsetzungsgruppe weiterentwickelt wird.
Vor diesem Hintergrund machte sich die Stadt seit Mitte 2005 daran, mit dem Landesprogramm KOMM IN die als Querschnittsaufgabe verstandenen Integrationsbemühungen voranzutreiben.
Dies geschah über die Strukturierung des Projekts in drei Aufgabenbereiche oder „Säulen“:
1. strategische Steuerung
2. Rolle der Ausländerbehörde
3. Unterstützung der Migrantenselbstorganisationen
Ganz im Sinne der im Zuwanderungsgesetz geforderten Neuausrichtung der Ausländerbehörden etablierte sich das eingerichtete „Ausländer- und Integrationsbüro“ sowohl als zentrale Säule und „Kopf“ des Projekts als auch als Herzstück der künftigen Integrationsarbeit in Solingen.
Dabei nimmt es als „one-stop-agency“ umfassende Beratungsaufgaben wahr und besitzt eine Gelenkfunktion bei der Vermittlung zugewanderter Menschen in Sprachkurse, bei der Kontaktpflege mit den und innerhalb der Migrantenselbstorganisationen und der Weitervermittlung der Kunden an die Erstberatungsstellen.
Starke Säulen: Das Fundament steht...
In den entscheidenden Förderjahren 2005 und 2006 wurden im Bereich aller drei Säulen wichtige Erfolge erzielt:
Im Bereich strategischer Steuerung (Säule 1) konnte unter anderem über die Festlegung von Indikatoren und Kennzahlen und die Entwicklung zielorientierter Informations- und Dokumentationstechniken die Integrationsarbeit in der Kommune verbessert werden. Vermehrter Informationsaustausch und eine auflebende Diskussionskultur führten zu einer konstruktiveren Zusammenarbeit aller maßgeblichen Stellen.
Dem als zentrale zweite Säule konzipierten Ausländer- und Integrationsbüro gelang in seiner Koordinierungstätigkeit insbesondere Verbesserungen beim Angebot und bei der Durchführung der Integrationskurse: Alle Berechtigten werden nun in Kurse vermittelt; dabei erfolgt die Vermittlung zeitnah und passgenau. Die Erstellung eines Integrationsleitfadens wurde federführend begleitet.
Das Netzwerk der Migrantenselbstorganisationen (Säule 3) wurde ausgebaut, es erfolgte eine Qualifizierung der verantwortlichen Akteure hinsichtlich Öffentlichkeitsarbeit, Internetnutzung, Kenntnis von Verwaltungsstrukturen, von Förderrichtlinien und -programmen sowie der Erstellung von Konzeptionen in den Bereichen Integration und Kultur. Damit konnten die entsprechenden Vertreter konstruktiv in den kommunalen Steuerungsprozess integriert werden.
Aufbauend auf den geschaffenen Steuerungsstrukturen wurden in Folgeprojekten die Handlungsfelder „Jugendhilfe und Schule“, „Sprachförderung im Elementarbereich“, „Förderung interkultureller Kompetenz“ im Bereich der Verwaltung und „Gesundheitsförderung“ erfolgreich bearbeitet.
Kontakt
Frau Wehkamp
Tel.: 0212/ 290-2225
E-Mail: a.wehkamp@solingen.de
