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Interkultureller Kalender

Weihnachtsgesteck

Orthodoxes Weihnachtsfest

Das russisch-orthodoxe Weihnachtsfest wird 13 Tage später als in Deutschland gefeiert und beginnt in der Nacht vom 6. zum 7. Januar. Tatsächlich gehen in Russland die Uhren weihnachtsmäßig anders. Schuld sind kalendarische Parallelwelten. Denn während im Alltag schon lange der Gregorianische Kalender regiert, der einst von Mitteleuropa übernommen wurde, feiert die orthodoxe Kirche immer noch nach dem Julianischen Kalender.

Erst nach der Oktoberrevolution, am 14. Februar 1918, führte Russland den gregorianischen Kalender ein.
40 Tage vor Weihnachten beginnt für die orthodoxen Christen die Fastenzeit.
Der Verzehr von Fleisch, Käse, Butter, Milch und Eiern ist vor Weihnachten nicht erlaubt. Das wahre Fasten ist aber keine Diät. Wichtig ist die Enthaltsamkeit in allen Lebensbereichen. Während der Fastenzeit sollte man nicht sündigen, nichts Böses tun und anderen verzeihen.
Den Heiligen Abend am 6. Januar nennt man in Russland Sochelnik oder Koljadki. (Ende der 40 Tage langen Fastenzeit.) Das wichtigste Ereignis des Abends vor Weihnachten ist ein stundenlanger Gottesdienst mit viel Gesang und schönen Lichter-Prozessionen. Früher wurden die Feierlichkeiten in Russland mit einem Festessen, Sochivo (auch Kutja genannt) abgeschlossen. Die aus Mandeln, Mohn, Honig und Getreide gekochte Speise symbolisierte Ruhe und Unsterblichkeit.
Die russisch-orthodoxen Christen feiern am 7. Januar das Fest der Erscheinung des Herrn, also den Tag, an dem Gott Mensch wurde. Weihnachten ist ein ruhiges Familienfest, das man im engen Familienkreis feiert – mit Festmahl und Weihnachtsgans. Streng Gläubige Christen bilden wie in alten Zeiten in der Nacht zum 7. Januar kirchliche Prozessionen und Umzüge.


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Hinweis: Die Inhalte haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit

Foto: Weihnachtsgesteck © Kompetenzzentrum für Integration 2006