Interkultureller Kalender
Pongalfest der Tamilen
Pongal (wörtlich: „Überkochen“) ist ein indisches Erntedankfest, ein altes dravidisches Fest und einer der wichtigsten tamilischen Feiertage. Pongal bezeichnet ebenso das dazu gehörige traditionelle Reis-Gericht.
Es fällt nach tamilischem Kalender auf den ersten Tag des Monats Thai (14. oder 15. Januar). Insgesamt wird vier Tage lang gefeiert. Am ersten Tag werden – symbolisch für den Neuanfang – alte Kleidungsstücke oder andere alte Dinge weggeworfen.
Der wichtigste Tag ist der zweite, an dem man das typische Festessen, das ebenfalls Pongal heißt, überkochen lässt. Damit soll der Wunsch nach einer guten Ernte, Wohlstand und Überfluss zum Ausdruck gebracht werden.
Im Laufe des Tages besucht man dann Verwandte, isst gemeinsam und unterhält sich. Am dritten Tag dankt man den Kühen und Bullen dafür, dass sie die Äcker pflügen. Traditionell klang Pongal am vierten Tag damit aus, dass sich die jungen, unverheirateten Männer an einem Fluss versammelten, um sich ihre zukünftige Braut auszusuchen. Dieser Brauch wird heute jedoch nicht mehr gepflegt.
Mit ca. 90 Prozent stellen Hindus die deutliche Mehrheit der Tamilen.
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Bild: Der große Tempel von Thanjavur (gebaut während der Chola Ära). © Appaji, Wikipedia
