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Interkultureller Kalender

"Sprache",© memephoto/www.pixelio.de

Internationaler Tag der Muttersprache

Der Internationale Tag der Muttersprache wird seit dem Jahr 2000 jährlich am 21. Februar begangen und soll die Aufmerksamkeit auf Minderheitensprachen mit weniger als 10.000 Sprechern lenken. Häufig werden diese Sprachen nicht mehr an nachfolgende Generationen weitergegeben und geraten zunehmend in Vergessenheit.

Laut UNESCO soll durch den Gedenktag die Wichtigkeit des Sprachenreichtums betont und der Gebrauch der Muttersprachen gefördert werden. Dass dieser Gedenktag am 21. Februar begangen wird, geht auf einen Antrag Bangladeschs zurück. 1952 beschloss die Regierung des damaligen Pakistan die Ernennung von Urdu zur alleinigen Amtssprache, obwohl es nur für 3% der Bevölkerung Muttersprache war. In Ostpakistan wurde fast ausschließlich Bengalisch gesprochen. Die bengalische Schrift sollte erst durch arabische, später durch lateinische Zeichen verdrängt werden.
Die Bengalen wehrten sich gegen diesen Angriff auf ihre kulturelle Identität durch zahlreiche Massenkundgebungen, bis Bengali endlich als Amtssprache zugelassen wurde. Bei Protesten in Dhaka am 21. Februar 1952 schoss die Polizei auf Demonstranten und es gab Tote. Nach fortgesetzter sprachlicher Unterdrückung spaltete sich Ost-Pakistan 1971 als neuer Staat „Bangladesch“ ab. Der 21. Februar wird dort seitdem als „Tag der Märtyrer“ begangen.

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