Interkultureller Kalender
Beginn des Ramadan
Der Ramadan (رمضان ) ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders und der Fastenmonat. Durch die Berechnung nach dem sog. Mondkalender verschiebt sich der Monat Ramadan pro Jahr 10 oder 11 Tage nach vorne und durchläuft allmählich alle Jahreszeiten.
Das Fasten im Fastenmonat Ramadan ist eine der im Koran verankerten religiösen Pflichten der Muslime und eine Form des Gottesdienstes. Es gehört zu den sog. fünf Säulen des Islam, also zu den Hauptpflichten. Allerdings besteht die Verpflichtung zum Fasten nur, wenn dieses ohne gesundheitlich Schaden zu nehmen durchgeführt werden kann. Deshalb sind Kinder unter 15 Jahren, Kranke, Altersschwache, Schwangere, stillende Mütter und Frauen in der Menstruation von dieser Pflicht ausgenommen. Kranke müssen die versäumten Tage jedoch nach ihrer Gesundung nachholen, Chronisch Kranke sollen für jeden im Ramadan versäumten Fastentag einen Bedürftigen speisen (die sog. Fidya). Schwangere, stillende Mütter etc. holen die versäumten Fastentage gleichfalls zu einem späteren Zeitpunkt nach.
Das Fasten im Islam bedeutet, von Beginn der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang keine Nahrung zu sich zu nehmen und sich des Beischlafs mit dem Ehepartner zu enthalten. Neben praktischen Aspekten der Fastenpflicht gibt es mehrere weitere Komponenten, die der Muslim im Ramadan zu beachten hat. Unbedingt zu vermeiden sind üble Nachrede, Verleumdung, Lügen, Beleidigungen aller Art, etc.
Der Höhepunkt des Fastenmonats Ramadan ist die "Nacht der Bestimmung" (Lailat-ul Qadr), in welcher dem Propheten Muhammad nach der islamischen Heilsgeschichte und Lehre die erste Sure des Koran gesandt wurde.
Der Fastenmonat endet mit dem dreitägigen Fest des Fastenbrechens ('Id-ul Fitr). Hierzu gehört nicht nur das Fest selber, sondern auch eine spezielle Abgabe an Arme, die Zakat-ul-fitr. Das Fest des Fastenbrechens ist nach dem Opferfest der höchste islamische Feiertag.
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Bild: Moschee © DarkPhoenix 4/2006, Wikipedia
