Interkultureller Kalender
Weltkindertag
1954 empfahl die Versammlung der Vereinten Nationen UNICEF ihren Mitgliedsstaaten, einen weltweiten Kindertag einzuführen, um auf die Bedürfnisse von Kindern aufmerksam zu machen.
Die Art und Weise der Umsetzung sowie die Wahl eines geeigneten Datums wurde den UN-Mitgliedsstaaten freigestellt. Deutschland entschied sich für den 20. September.
Ein Jahr später beteiligten sich bereits 40 Länder an der Aktion. Heute wird der Weltkindertag in mehr als 145 Staaten gefeiert.
Der Kindertag geht zurück auf die Weltkonferenz für das Wohlergehen der Kinder im August 1925, zu welcher 54 Vertreter verschiedener Staaten zusammenkamen und die Genfer Erklärung zum Schutze der Kinder verabschiedeten. Die Vereinten Nationen nahmen 1954 den Vorschlag der amerikanischen Organisation International Union for Child Welfare auf, die 1952 für einen weltweiten Kindertag plädiert hatte.
Drei Ziele sollen mit dem Weltkindertag verfolgt werden:
- Einsatz für die Rechte der Kinder
- Förderung der Freundschaft unter den Kindern und Jugendlichen
- Einmal im Jahr sollten sich die Regierungen öffentlich verpflichten, die Arbeit des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen Unicef zu unterstützen.
Der Weltkindertag wird in Deutschland mit Kinder- und Familienfesten gefeiert, es werden Ausstellungen gezeigt, Diskussionen von Kindern mit Politikerinnen und Politikern über die Kinderfreundlichkeit geführt. Kinder- und Jugendorganisationen nutzen den Tag, um mit Demonstrationen, Festen und anderen Veranstaltungen auf die Lage der Kinder aufmerksam zu machen.
Seit dem ersten Weltkindertag hat sich die Lage der Kinder weltweit verbessert. So sind 80 Prozent aller Kinder heute durch Impfungen gegen Krankheiten wie Kinderlähmung, Tuberkulose, Masern, Tetanus und Diphtherie geschützt. Die Kindersterblichkeit hat sich in den letzten 30 Jahren halbiert. Und noch nie gingen so viele Kinder zur Schule wie heute.
Wissenswertes auf www.weltkindertag.de
Hinweis: Die Inhalte haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Foto: © Kompetenzzentrum für Integration
