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Interkultureller Kalender

Jüdische Kultusgemeinde

Jom Kippur

Jom Kippur ist der strengste und heiligste aller jüdischen Festtage und wird nach biblischer Vorschrift mit ganztägigem Fasten begangen. Der Versöhnungstag beginnt jeweils am Vorabend und dauert bis zum nächsten Sonnenuntergang. Das Fest bildet den Abschluss der zehn Bußtage, die mit Rosch haSchana beginnen.

An diesem Tag gehen die Menschen in die Synagoge um zu beten; alle Kinder werden gesegnet.

Im Vordergrund steht die Versöhnung zwischen Mensch und Gott, daneben aber auch die Reue und die Bitte um Vergebung für Vergehen im zwischenmenschlichen Bereich.

Verboten sind am Festtag nach dem jüdischen Gesetz das Tragen von Schmuck und Lederkleidung, der Gebrauch von Kosmetik und größere Körperpflege wie das Baden.

In Israel kommt das öffentliche Leben gänzlich zum Stillstand. Es gibt kein Radio- und Fernsehprogramm, alle Restaurants und Vergnügungsstätten sind geschlossen; der öffentliche Verkehr ruht.

Der Ernst des Tages wird durch die Erinnerung an den Jom-Kippur-Krieg von 1973 (Überraschungsangriff Ägyptens und Syriens auf Israel, die das Ruhen des öffentlichen Lebens an diesem heiligsten Tag des jüdischen Jahres ausnutzten) erhöht.

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Hinweis: Die Inhalte haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Foto: © Jüdische Kultusgemeinde