26.03.2009 - Interkulturelles Training
Aufeinander zugehen – auch im Gefängnis?
Russischsprachige Inhaftierte – wie komme ich an sie heran, wie gehe ich mit ihnen um
Termin: 26.03.2009
Zielgruppe:
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Justizvollzugsanstalten
Die wachsende Anzahl von russischsprachigen Inhaftierten in Justizvollzugsanstalten stellt das dort tätige Personal sowohl bezüglich der Sicherheitsvorkehrungen als auch der Resozialisierungsarbeit vor besondere Herausforderungen. Gleichzeitig prägt die ständige Arbeit mit straffällig gewordenen Mitgliedern dieser Gruppe einseitig das Menschenbild und die Vorurteile. Für die Erleichterung bzw. Bewältigung der Aufgaben ist als ein wichtiger Faktor eine Sensibilisierung für diese Zielgruppe, aber auch die Vermittlung der interkulturellen Kompetenz für alle Gruppen im Strafvollzug, unerlässlich.
Ziel der Veranstaltung ist, sich durch verschiedene Methoden mit der eigenen und der fremden kulturellen Sichtweise auseinanderzusetzen, um mit mehr Achtsamkeit und Sensibilität aufeinander zuzugehen und Konflikte zu bewältigen. Es werden Einblicke in die kulturellen Orientierungssysteme von russischsprachigen Migranten gegeben. Dadurch erschließen sich ihre individuellen, situationsbedingten Lebenswelten, und ihre Stärken und Probleme werden wahrgenommen. Das Verstehen und Respektieren der unterschiedlichen Werte- und Orientierungssysteme kann das „Aufeinanderzugehen“ und „Miteinanderumgehen“ im Gefängnisalltag erleichtern.
Zur lebendigen Unterstützung des Lernprozesses wird ein russlanddeutscher Streetworker über seine eigenen Integrationserfahrungen berichten und seine beruflichen Erfahrungen in der Suchtarbeit mit russlanddeutschen jungen Erwachsenen authentisch einbringen.
Referenten:
- Maria Kestermann, RAA Kreis Unna
- Dimitri German, russlanddeutscher Streetworker
Tagungsflyer (PDF-Datei, 94 KB)
