Bezirksregierung Arnsberg

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Alevitische Gemeinde Essen erhält Förderung des Landes für Interkulturelles Zentrum

Zwei Jahre nach ihrer Gründung erhält die alevitische Gemeinde Essen (Aleviten sind eine aus dem schiitischen Islam entstandene Religionsgemeinschaft) zum ersten Mal eine Förderung des Landes für ihr Interkulturelles Zentrum in Höhe von gut 19.000 Euro. Stefan Buchholt vom Kompetenzzentrum für Integration bei der Bezirksregierung Arnsberg nutzte die Übergabe des Bescheides in Essen zu einem Informationsaustausch mit dem Vorstand der Gemeinde.

Der Essener Bürgermeister Rolf Fließ betonte bei dieser Gelegenheit, dass die Alevitische Gemeinde und das durch sie geführte Zentrum eine wichtige Aufgabe im Stadtbezirk Essen-Altendorf – einem Stadtteil mit Erneuerungsbedarf - ausübe. Das Gemeindezentrum ist offen für Menschen aus unterschiedlichen Nationen. Das Veranstaltungsprogamm reicht von Kursen für Erwachsene bis zu vielfältigen Angeboten für Kinder und Jugendliche.

Die Vorsitzenden des Jugendvorstandes, Nilgün Gündzüzalp und Ebru Yeter, berichteten, dass die intensive Jugendarbeit das Gemeindezentrum zu einer wichtigen Anlaufstelle für Jugendliche mache. Inzwischen ist ein Kellerraum als Jugendtreff hergerichtet, der für alle Jugendlichen des Viertels offen steht.

Neben der Jugendarbeit werden Integrationskurse, Seminare zu verschiedenen Themen, Folklorekurse, ein Frauenfrühstück sowie Ausflüge angeboten und organisiert. Das Gemeindezentrum ist inzwischen auch über die Grenzen des Stadtteils hinaus bekannt und zieht Menschen unterschiedlicher Nationalitäten aus ganz Essen an.

Generell geben die Vereinsmitglieder und Bürgermeister Rolf Fließ ihrer Hoffnung Ausdruck, dass die Förderung des Interkulturellen Zentrums zu einem friedlicheren Miteinander der Menschen unterschiedlicher Nationalität in Essen beiträgt, und der Stadtteil selbst kulturell gestärkt wird und an Attraktivität gewinnt.

(Foto v. l.: Bürgermeister Rolf Fließ, Ebru Yeter, Stefan Buchholt, Vorstandsvorsitzender Ismail Tatik, Nilgün Gündüzalp, Bekir Gündüzalp, Ibrahim Filinte und Anneliese Schaffranek (Bezirksregierung Arnsberg))

Pressestelle 04.07.2008