Bezirksregierung Arnsberg

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Kompetenzzentrum gibt Blick in die Arbeitswelt

Für viele Zuwanderer wird es immer schwieriger eine Arbeitsstelle zu finden. Um die Suche zu erleichtern, hat das Kompetenzzentrum für Integration der Bezirksregierung Arnsberg im vergangenen Jahr einige Exkursionen ins Ruhrgebiet auf die Beine gestellt.

„Wenn Menschen aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland kommen, wissen sie häufig wenig über die Arbeitsbedingungen in unserem Land“, sagte Heinz Kauschalek vom Integrationszentrum. Um Zugewanderte besser mit der Arbeits- und Lebenswelt im Ruhrgebiet vertraut zu machen, stellte das Kompetenzzentrum für Integration in Unna-Massen im vergangenen Jahr Arbeitsplätze, Freizeit - und Wohnformen in der Region vor.

„Das Ruhrgebiet soll begriffen werden als das alte Zentrum der Schwerindustrie in Deutschland, das sich in einem tief greifenden Wandel befindet. Bergbau sowie Eisen- und Stahlindustrie haben längst ihre dominante Bedeutung für die Region wie auch für Deutschland verloren“, so Kauschalek. Das Ruhrgebiet suche nach neuen Schwerpunkten, beispielsweise in der Gesundheitswirtschaft, Mikrotechnologie, Informationstechnologie oder Logistik.

Für zugewanderte Menschen ging es während der Exkursionen immer auch um die Frage: Wo entstehen im Zuge des Wandels neue Arbeitsplätze und welche Qualifikationen muss ich nachweisen, um diese übernehmen zu können. In diesem Sinne lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Standorte kennen, an denen die Schwerindustrie durch moderne Wirtschaftszweige ersetzt wurde; wo Arbeitskräfte mit neuen Qualifikationen benötigt werden. Das Kompetenzzentrum bietet durch diese realistische Präsentation der „Arbeitswelt“ ein Instrument zur beruflichen Orientierung.

Die Fahrten stießen im vergangenen Jahr auf reges Interesse und verzeichneten darüber hinaus auch andere Erfolge. Unmittelbar nach Betriebsbesichtigungen konnten zwei Arbeitsplätze bei einem Energieversorger und einem Unternehmen der Wasserwirtschaft vermittelt werden. Zudem erhielten zwei weitere Teilnehmer Praktikumsplätze in der Gesundheitswirtschaft und einem Hörfunksender.

„Auch wenn damit nicht für alle das Ziel der Übernahme der Erwerbstätigkeit direkt nach der Einreise nach Deutschland erreicht wurde, verdeutlicht diese Maßnahme den Menschen doch, wie ein wichtiges Integrationsziel, die Aufnahme einer existenzsichernden Tätigkeit, erreicht werden kann“, unterstrich Heinz Kauschalek.

Wegen des guten Zuspruchs und des Erfolgs sollen die Fahrten zur beruflichen Orientierung auch im Jahr 2008 fortgesetzt werden.

Jari Wieschmann, 05.02.2008