Tagung im Kompetenzzentrum für Integration: Bürgerschaftliches Engagement im Alter bei Einheimischen und Menschen mit Zuwanderungsgeschichte
Die Bezirksregierung Arnsberg veranstaltete am Mittwoch, 17. September 2008, im Kompetenzzentrum für Integration, Unna, eine Fachtagung unter dem Titel „Bürgerschaftliches Engagement im Alter bei Einheimischen und Menschen mit Zuwanderungsgeschichte“. Die ehrenamtliche Mitarbeit älterer Menschen in vielen Bereichen unserer Gesellschaft ist auch für Menschen, die erst im Laufe ihres Lebens nach Deutschland gekommen sind, ein wichtiger Beitrag zur Integration – aber auch wichtig für die Institutionen und das Funktionieren der aufnehmenden Gesellschaft. Dieser Zusammenhang wurde bei der Tagung herausgearbeitet und die Bedeutung hervorgehoben.
Zielsetzung der Tagung war es aufzuzeigen, wo angesichts des demografischen Wandels Chancen und Möglichkeiten bestehen, ältere Menschen – vor allem mit Zuwanderungsgeschichte - mit ihren vorhandenen Erfahrungen gesellschaftlich einzubinden.
Diese Tagung wurde vom Kompetenzzentrum für Integration bei der Bezirksregierung Arnsberg in Kooperation mit dem Verein „Zwischen Arbeit und Ruhestand“ (ZWAR) aus Dortmund organisiert und durchgeführt.
Die Arnsberger Regierungsvizepräsidentin Karola Geiß-Netthöfel eröffnete die Tagung und wies dabei auf die Bedeutung hin, die bürgerschaftliches Engagement für die Integration aber auch für die aufnehmende Gesellschaft hat.
In gleicher Weise äußerten sich auch der erste Vorsitzende des ZWAR e.V., Bodo Champignon, und der Referatsleiter aus dem Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration, Peter Fettweis, der darüber hinaus auf die zahlreichen Anstrengungen verwies, die das Land Nordrhein-Westfalen in diesem Kontext ausübt.
Im Verlauf der Veranstaltung wurde zudem die Arbeit des ZWAR-Vereins dargestellt. Eine wissenschaftliche Betrachtung zu bürgerschaftlichem Engagement, Alter und Zuwanderung sowie die Darstellung einzelner Projekte ergänzten die Vortragsreihe. Darüber hinaus fand in der Mittagszeit ein „Markt der Möglichkeiten“ statt, auf dem anhand von Einzelprojekten die Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements im Alter präsentiert wurde. Am Nachmittag führte die AWO in ein neues Informationsangebot ein, das älteren Menschen mit Zuwanderungsgeschichte auf die Angebote der Altenhilfe hinführt. Des Weiteren stellte das Multikulturelle Forum Lünen ein neues Modellprojekt zur integrativen Bürgerhilfe vor. Zum Abschluss der Veranstaltung spielte eine ZWAR-Theatergruppe einige Szenen, die integrative Aspekte der Zuwanderung ins Ruhrgebiet in heiterer Weise beleuchteten.
Dr. Stefan Buchholt und Joachim Finsterbusch, 09.10.2008
