"Zwischen Arbeit und Ruhestand" - Bezirksregierung fördert Zentralstelle mit knapp 600.000 Euro
„Zwischen Arbeit und Ruhestand“, kurz ZWAR, heißt ein Qualifizierungsprogramm für haupt- und ehrenamtliche Helfer, die in der sozialen Arbeit mit der „Generation 50plus“ tätig sind. Die Bezirksregierung Arnsberg unterstützt die Arbeit der Zentralstelle in Dortmund in diesem Jahr mit einem Förderbetrag in Höhe von 596.700 Euro. Jürgen Kraska und Dr. Stefan Buchholt vom Kompetenzzentrum für Integration haben den Zuwendungsbescheid am Montag, 19. Mai, an den ersten Vorsitzenden des Trägervereins, Bodo Champignon, und die ZWAR-Projektkoordinatorin, Dipl. Päd. Ulrike Klehm, überreicht.
Nach dem Leitmotiv, den demografischen Wandel als Chance zu nutzen, berät und qualifiziert ZWAR haupt- und ehrenamtliche Akteure von Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Betrieben und kirchlichen Einrichtungen. Die Zentralstelle kann dabei auf ihre in fast 30 Jahren erworbene Kompetenz zurückgreifen.
„Unser Schwerpunkt liegt vor allem in der Beratung der Kommunen. Allerdings sind dies die Aufgaben, die von der Öffentlichkeit nicht so wahrgenommen werden, wie die Etablierung von neuen Gesprächskreisen oder Aufführungen von Gruppen“, unterstrich Ulrike Klehm. Das Betätigungsfeld von ZWAR liege in ganz Nordrhein-Westfalen und ist keinesfalls auf den Bereich Dortmund beschränkt. Angesichts des demographischen Wandels wird die Arbeit von Projekten, die das bürgerschaftliche Engagement von allen Altersgruppen fördern, immer wichtiger.
ZWAR ist landesweit in mittlerweile 44 Kommunen aktiv und unterhält dort ein Netzwerk von mehr als 1.200 Projektgruppen älterer Menschen. Hierzu Stefan Buchholt: „Die Gesellschaft braucht heute mehr denn je das Erfahrungswissen der Seniorinnen und Senioren. ZWAR fördert z. B. deren bürgerschaftliches Engagement und verhilft ihm zu einer entsprechenden gesellschaftlichen Anerkennung“.
Jari Wieschmann 20.05.2008
