Unna Massen - Ein starkes Stück Landesgeschichte
Die ehemalige Landesstelle für Aussiedler, Zuwanderer und ausländische Flüchtlinge hat ihre Tore endgültig geschlossen. Zur Abschlussfeier kamen rund 250 Gäste von Kirchen, Verbänden, Politik und ehemaliger Belegschaft zusammen. An ihrer Spitze ließ Integrationsminister Armin Laschet die Geschichte der Landesstelle Revue passieren. Unter Hinweis auf die große Leistung der Landesstelle, die in über 50 Jahren für mehr als 2,5 Mio. Menschen aus 100 Ländern der erste Aufenthaltsort in Nordrhein-Westfalen war, betonte er die mit der Aufnahme verbundene großartige Integrationsleistung des Landes. Die ehemalige Landesstelle spiegele die Realität wieder, dass Deutschland ein Einwanderungsland sei, so der Minister.
Die Abschiedsveranstaltung begann mit einer ökumenischen Andacht, die von Vertretern der katholischen und der evangelischen Kirche, der jüdischen Gemeinde, der orthodoxen Kirche sowie der freikirchlichen Gemeinde gestaltet wurde.
Wolfgang Altenbernd, Vorsitzender der Freien Wohlfahrtspflege Nordrhein-Westfalen, Bürgermeister Werner Kolter und Regierungspräsident Helmut Diegel würdigten in ihren anschließenden Grußworten ausdrücklich die große Leistung der Mitarbeiter der Einrichtung sowie der Verbände bei der jahrzehntelangen Integrationsarbeit in Unna-Massen.
Nordrhein-Westfalen würde wahrscheinlich nicht so aussehen, wie dies heute der Fall ist, wenn die 2,5 Mio Einwanderer, die Unna-Massen durchlaufen haben, unserem Land nicht ihren Stempel aufgedrückt hätten, so das Resumee des Regierungspräsidenten. Auch er stellte seine Schlussworte unter das Motto des Abschiedstages „Unna-Massen – ein starkes Stück Landesgeschichte“.
„Die ehemalige Landesstelle Unna Massen steht für ein prägendes Stück in der Geschichte unseres Landes “, so der Regierungspräsident. Sein Dank und sein Respekt galt ganz ausdrücklich allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, die sich mit ihrer verantwortungsvollen Aufgabe immer identifiziert hätten.
Regierungspräsident Helmut Diegel und Minister Armin Laschet betonten gemeinsam, dass die Integrationsarbeit in Nordrhein-Westfalen im Zentrum für Integration bei der Bezirksregierung Arnsberg seine Fortsetzung finde.
Foto von links: Staatssekretär Karl Peter Brendel, Regierungspräsident Helmut Diegel, Minister Armin Laschet und Bürgermeister Werner Kolter
Christoph Söbbeler 30.06.2009
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