Bezirksregierung Arnsberg

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Wir über uns - Kompetenzzentrum für Integration

Grafik Willkommen - Rubrik Wir über uns.200jpgDas Kompetenzzentrum für Integration (KfI) nimmt zahlreiche Aufgaben der Integrationsarbeit wahr – in vielen Bereichen mit NRW-weiter Zuständigkeit. Das KfI ist beratender Ansprechpartner für Kommunen und weitere haupt- und ehrenamtliche Akteure der Integrationsarbeit – immer mit dem Ziel, Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zu begleiten, neu Zugewanderte schnell und nachhaltig zu integrieren sowie einen toleranten Dialog zwischen unterschiedlichen Kulturen zu stärken. 

 

Zu den Aufgaben des KfI (Dezernat 36 der Bezirksregierung Arnsberg) gehören u.a.:

 

  • die Bewilligung von Fördermitteln für Integrationsprojekte,
  • die Verteilung von bestimmten Zuwanderergruppen auf die Kommunen
  • und Wissenstransfer (u.a. durch Veranstaltungen, Workshops sowie Informations- und Weiterbildungsangebote).


Zum Flyer KfI



Aufnahmeverfahren

 

Das Kompetenzzentrum für Integration ist zum Beispiel für die Direktverteilung von bestimmten Zuwanderergruppen auf die Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen zuständig (etwa im Rahmen von Resettlement-Programmen und weiteren humanitären Sonderaufnahmeverfahren). Das Kompetenzzentrum agiert dabei landesweit als Koordinierungsstelle und Bindeglied zwischen den Zuwandernden und den Aufnahmekommunen in NRW. Das KfI handelt in enger Abstimmung und Zusammenarbeit auch mit den Wohlfahrtsverbänden und weiteren Integrationsakteuren.

 

In jüngster Zeit koordinierte das KfI insbesondere auch die Unterbringung von syrischen Bürgerkriegsflüchtlingen, die über Sonderaufnahmeverfahren (anstelle von Asylverfahren) aufgenommen wurden. Seit Langem gehört außerdem die Verteilung von Spätaussiedlern und jüdischen Zuwanderern zu den Aufgaben.  

 

Das KfI, hervorgegangen aus der vormaligen Landesstelle Unna-Massen, setzt damit seine seit Jahrzehnten bewährte Arbeit als Aufnahme- und Verteileinrichtung fort.

 


Förderprogramme und Beratung

 

Das Kompetenzzentrum für Integration (KfI) ist Bewilligungsbehörde für  Förderprogramme des Landes, mit deren Hilfe die nachhaltige Integration von zuwandernden Menschen in den Kommunen Nordrhein-Westfalens gestärkt wird.

 

So ist das Kompetenzzentrum u.a. für die landesweite Förderung von Migrantenselbstorganisationen (MSO), Integrationsagenturen (IA), Kommunalen Integrationszentren (KI), Interkulturellen Zentren und niedrigschwelligen Integrationsvorhaben zuständig, außerdem für die Kulturförderung nach § 96 BVFG (d.h. für die Sicherung und Erforschung des Kulturguts aus Vertriebenengebieten in Osteuropa). Es führt zudem zu einzelnen Programmen Evaluationen und Controllingverfahren durch.

 

Infolge des deutlichen Anstiegs der Flüchtlingszahlen in den Jahren 2014 und insbesondere 2015 rückten in der Arbeit des KfI zuletzt Förderprogramme noch stärker in den Fokus, die das Land Nordrhein-Westfalen gezielt zur schnellen Unterstützung der Kommunen und zur Stärkung des Ehrenamts aufgelegt hat (wie etwa KOMM-AN NRW und die Soforthilfe „Zusammenkommen und Verstehen“). 

 

Auf Basis des Teilhabe- und Integrationsgesetzes NRW ist das KfI auch Ansprechpartner für Kommunen mit Blick auf Integrationspauschalen des Landes für die Aufnahme und Betreuung von Zugewanderten.  

 

Gefördert werden darüber hinaus Programme der Zentralstelle ZWAR (Zwischen Arbeit und Ruhestand), die Kommunen, Verbände, Träger und Institutionen in der Arbeit mit Menschen ab 50 Jahren berät sowie Akteure qualifiziert und vernetzt.

 

Außerdem bearbeitet das KfI Anträge auf die Gewährung einer „SED-Opferrente“ und Kapitalentschädigung für Menschen, die in der ehemaligen DDR aus politischen Gründen rechtsstaatswidrig inhaftiert waren und heute im Regierungsbezirk Arnsberg leben (darunter viele, die vor 1989/90 gen Westen ausgereist oder geflüchtet sind).

 


Wissenstransfer

 

Ein zusätzlicher Schwerpunkt sind Seminare, Fachtagungen und Weiterbildungen für Migrantenselbstorganisationen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Verwaltungen und Verbänden im Kontext von Projektförderungen, Multiplikatorenschulungen und weiteren integrationsrelevanten Fragestellungen.

 

Auf der Grundlage einer jahrzehntelangen Erfahrung (als vormalige Landesstelle Unna-Massen) arbeitet das Kompetenzzentrum für Integration an Konzepten und Strukturen, die nicht zuletzt auch in der Landesverwaltung selbst die interkulturelle Kompetenz sowie die Dienstleitungs- und Beratungsorientierung  gegenüber (zugewanderten) Bürgerinnen und Bürgern, Fachleuten und anderen Akteuren optimieren sollen.